Mülltrennung

Welcher Abfall gehört in welche Mülltonne? Müll richtig trennen, das lernen Kinder am besten ganz spielerisch. Auf dieser Seite haben wir Ihnen passend zum Thema ein Aktionspaket zum kostenlosen Download zusammengestellt. Spielerisch und unterstützt durch unser JKK-Maskottchen Olifatius erkunden Ihre Kleinen hier die verschiedenen Abfallarten.

Info-Schilder zum Ausdrucken

Gelb, blau, braun und grau: Jede Abfalltonne hat eine andere Farbe, und in jeden Behälter gehört unterschiedlicher Müll. In welche Tonne werfe ich ein leeres Trinkpäckchen? Wo entsorge ich eine Bananenschale oder eine Papiertüte? Diese und viele weitere Fragen beantworten unsere Info-Schilder anschaulich und kindgerecht. Unsere Aufhänger zum Ausdrucken stehen Ihnen als kostenloser Download zur Verfügung.

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Mülltrennung spielerisch lernen

Wer kann unserem kleinen Freund Olifatius helfen, die verschiedenen Abfallprodukte in die passende Tonne zu sortieren? Ein spannendes Zuordnungs- und Sortierspiel zum Ausmalen und Ausschneiden für künftige Recyclingexperten!

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Mülltrennung

Ab welchem Alter kann man Kinder für Mülltrennung sensibilisieren?
Kinder begeistern sich in der Regel schon sehr früh für die Müllabfuhr und damit auch für das Thema Müll an sich. Sie heben gerne Dinge auf der Straße auf, die für sie ‚nicht dahin gehören‘ und meist ist genau das Müll. Der Einstieg in die Thematik ist demnach schon ab 2-3 Jahren möglich. Hier können erste Materialien und ihre Unterschiede kennengelernt werden. Einfache Trennungen, wie etwas Plastik und Papier, sind schon machbar und können auch mit Kleinkindern eingeübt werden. Für eine detaillierte Unterscheidung und wenn es um das Verständnis beim Thema Lebensmittelverschwendung geht, müssen die Kinder etwas älter sein. Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und damit auch die Möglichkeit einen Perspektivwechsel zu vollführen oder vorausschauend zu handeln, entwickelt sich erst im Alter von etwa 4-5 Jahren.


Wie vermittle ich Kindern Mülltrennung?
Gerade bei kleineren Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter ist eine spielerische Herangehensweise empfehlenswert. Durch die Beschäftigung mit unterschiedlichen Materialien oder der aktiven Sortierung, verankern sich die Grundsätze der Mülltrennung und die Kinder sammeln erste Erfahrungen. So fördern Sie ganz nebenbei ihr Sachwissen rund um die Müllabfuhr.

Mit gutem Beispiel voran: Gerade kleine Kinder, lernen zu einem großen Teil durch Nachahmen. Sie Beobachten die Erwachsenen und tuen es ihnen gleich. Dies können Sie nutzen! Achten Sie darauf, dass Sie sorgsam mit Müll umgehen und lassen Sie die Kinder daran teilhaben. Erklären Sie, was sie warum machen und weisen Sie auf Besonderheiten hin.


Welche Spiele zur Mülltrennung eignen sich für U3-Kinder?
Mit Kleinkindern können Sie erste Spiele zur Unterscheidung von Materialien machen. Die Kinder können fühlen wie hart Metall ist, wie sich Papier oder Kunststoff anfühlt und sehen, dass Glas durchsichtig ist.

Im nächsten Schritt sollen sie Papier und Plastik unterscheiden. Diese Stoffe können Kinder meist sehr gut auseinanderhalten. Lassen Sie die Kinder gesammelte Kunststoff- und Papierreste sortieren. Achten Sie darauf, dass keine scharfen Kanten enthalten sind. Als Unterstützung hilft es, wenn die Papiere in einen Karton und die Kunststoffe in eine Plastikbox sortiert werden sollen.

Lassen Sie die Kinder anschließend Müllabfuhr spielen. Plastik bzw. Papier werden von ihnen abgeholt und in die großen Tonnen verfrachtet. So lernen sie gleichzeitig die typischen Farben der jeweiligen Mülltonnen kennen. Toll ist es natürlich, wenn dann auch noch die ‚echte‘ Müllabfuhr kommt und die Kinder zusehen können, wie die befüllten Tonnen abgeholt werden.


Welche Projekte eignen sich für ältere Kinder?
Mit älteren Kindern kann man ins Detail gehen. Besprechen Sie, welche Tonnen es gibt und was genau dort hineingehört. Unser Sortierspiel ist eine tolle Möglichkeit, das Ganze spielerisch zu festigen. Dann können Sie gemeinsam mit den Kindern Schilder für die Tonnen gestalten, um eine Sortierhilfe anzubieten. Oder Sie nutzen dafür unsere Info-Schilder zum Ausdrucken.

Machen Sie doch einen Müll-Spaziergang mit den Kindern rund um Ihren Standort. Bei einem Rundgang sammeln Sie allen Müll in große Säcke. Hier lernen Kinder, gut auf die Umwelt achtzugeben und tun etwas Gutes für die Natur. Wieder zurückgekehrt kann der gesammelte Müll dann in die richtigen Behälter getrennt werden.

Dies ist auch ein guter Ansatz, um sich Gedanken darüber zu machen, ob wirklich alles weggeworfen werden muss oder ob man aus Müll nicht noch etwas machen kann. Hier schlägt sich der Bogen zum Thema Recycling/Upcycling.


Was ist Recycling?
Recycling bedeutet, dass eine verbrauchte Sache nicht weggeworfen, sondern wiederverwertet, also nochmals genutzt wird.


Welche Produkte können recycelt werden?
Viele Dinge aus dem regulären Hausmüll lassen sich recyceln. Dazu gehören z. B. Papiere, wie Zeitungen, Bücher, Karton oder Büromaterial, Getränkeflaschen aus Plastik, Verpackungen oder Behälter und Folien aus Kunststoff, Aluminium, Altglas, Kleidung oder andere Stoffe, Kabel, Essensreste und Gras oder Laub.


Entsteht beim Recycling immer wieder das Ausgangsprodukt?
Nein. Recycling bezeichnet verschiedene Arten der Verwertung. Beim Rohstoffrecycling werden durch chemische Reaktionen und Prozesse Rohstoffe zurückgewonnen. Das ist zum Beispiel bei Kunststoffen der Fall. Beim Materialrecycling werden Dinge weiterverarbeitet. Dies geschieht in der Regel durch Zerkleinern der Ausgangsstoffe. So entsteht beispielsweise Tartan aus alten Autoreifen.

Biologisch abbaubare Abfälle wie etwa Speisereste, Blumenerde oder Grünschnitt werden durch Mikroorganismen abgebaut. Dies nennt man organisches Recycling. Es entsteht sogenannter Kompost, der – reich an organischen Stoffen – als zusätzlicher Nährboden für Pflanzen genutzt wird.

Schließlich gibt es noch das thermische Recycling. Nicht anderweitig recycelbare Stoffe werden verbrannt und die dabei entstehende Energie in Form von Strom oder Wärme als Ersatz für andere Brennstoffe genutzt.


Was bedeutet Upcycling?
Beim Upcycling werden alte Produkte oder Abfälle in neue Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum Recycling findet hier eine stoffliche Aufwertung statt. Der Lebenszyklus eines Gegenstands wird durch die Aufwertung verlängert. Dies soll der Begriff ausdrücken, der sich aus ‚up‘ (für nach oben, verlängern) und ‚cycle‘ (für Kreislauf bzw. Zyklus) zusammensetzt.

Meist geschieht das durch eine kreative Zweckentfremdung. Der ursprüngliche Gegenstand wird in ein völlig neues Produkt mit ganz anderem Zweck verwandelt. Zum Beispiel wird aus einer Milchtüte ein Blumentopf.


Welche Recycling/Upcycling-Projekte kann ich mit Kindern umsetzen?
Basteln Sie mit den Kindern ein ‚Verrottungs-Experiment‘. Füllen Sie zwei große Glasgefäße mit Erde und geben Sie in eines einen Plastikbecher und in das andere eine Bananenschale hinzu. Halten Sie die Erde feucht und beobachten Sie mit den Kindern, wie sich der Inhalt über die Tage verändert oder eben nicht verändert.

Machen Sie eine Müll-Modenschau. Die Kinder basteln sich Kleidung aus Müll (Papierstreifen, Karton, Tüten, Tücher – was immer Ihnen einfällt) und stellen sie danach vor.

Schauen Sie doch einmal in unserer Bastelecke nach tollen Upcycling-Projekten. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel, wie Sie aus einem Versandkarton Weihnachtsdeko oder einen Süßigkeiten-Löwen basteln.


Welche Konsequenzen hat es, wenn Müll nicht richtig getrennt wird?
Zum einen ist Mülltrennung sehr wichtig für den Erhalt unseres Ökosystems. Nicht korrekt getrennter Müll wird verbrannt und die enthaltenen Rohstoffe gehen damit verloren. Die erneute Gewinnung der Rohstoffe ist sehr belastend für die Umwelt. Dies kann durch Mülltrennung und entsprechende Recyclingmaßnahmen deutlich reduziert werden.

Zum anderen gibt es auch persönliche Konsequenzen. Es kann vorkommen, dass Entsorgungsunternehmen die Tonnen stehen lassen, wenn sie falsch befüllt wurden. Dies kann je nach Schwere des Verstoßes sogar zu einem Bußgeld führen.

Außerdem entstehen durch eine maschinelle oder manuelle Sortierung von Abfall sehr hohe Kosten. Diese tragen die Produkthersteller und werden von ihnen an die Verbraucher weitergegeben.

Also: Mülltrennung lohnt sich!